Kaufpreisbewertung bei Renditeimmobilien
Während in Deutschland Immobilieninvestitionen meistens steuerorientiert vorgenommen werden, wird in den USA fast ausschließlich die Rendite bewertet.
Basis zur überschlägigen Ermittlung des Kaufpreises für eine Renditeimmobilie ist der Mietertrag, also die jährlichen Einnahmen abzüglich der Kosten für die Immobilie, die Jahres-Netto-Miete.
Kriterium dabei ist die "Cap Rate" (Capitalization-Rate oder auch interner Zinsfuß). Ein Anleger, der neun Prozent Rendite erzielen will, rechnet also mit einer Cap Rate von 9%. Er würde bei einer Immobilie mit einer Million US$ jährlicher Nettomieteinnahme so rechnen: 1 Million durch 9 durch 100 oder 1.000.000.- / 0,09 und somit auf einen Preis von 11,11 Millionen US$ kommen. Eine Cap Rate von 9% entspricht also einem Faktor von 11,11.
In USA wird zur Preisfeststellung allgemein mit einem Faktor von 9,5 bis 11,5 gerechnet, was einer Cap Rate von 8,5 bis 10,5 entspricht.
Demgegenüber geht man in Deutschland üblicherweise von einem Faktor von ca. 20 oder einer Cap Rate von ca. 5 % aus. Allgemein sind also vergleichbare Immobilien in USA nur ungefähr halb so teuer wie in der Bundesrepublik.
last modified: 09/22/11 10:24